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Roulette Portal — neue Kesselballistik: Kesselmanipulation

Montag, 07. September 2009

alles getürkt

Dem Zufall wird ständig nachgeholfen

eigener Nachrichtendienst 7. Sept. 2009 / interv. Berlin | Technische Leiter der Spielbanken helfen dem Zufall auf die Sprünge. Schliessen sich die Spielsäle für die Öffentlichkeit beginnt in den Chefetagen das große Suchen. Die lasergescannten Vorgänge im Kessel werden übertragen in Datenbanken. Ihre Aufschlüsselung gibt Hinweise, inwieweit Kesselläufe die Grenzwerte der Wahrscheinlichkeit überschreiten und wie regelmäßig sie das tun. Und schon beginnen die Handwerker des Zufalls mit ihrer Arbeit. Gar mancher Gast würde sich wundern, wenn er während der Schliessungszeiten seines Casinos hinter die Kulissen schauen würde, was da alles nachgebessert, austariert,  ausgewechselt und herumgeschraubt wird. Wer kennt sie nicht, die Kessel, die eine halbe Nacht nur “…Große Serien…” und “…Orphelins…” produzieren?
Oder Kessel, in denen wurfcroupierunabhängig über Stunden nur zwei Sektoren weit grenzwertüberschreitend getroffen werden?
Derartige Auffälligkeiten sprengen zwar den Rahmen der mathematischen Grenzwerte, aber auch sie erschafft der Zufall mühelos, indem er letztlich all das zulässt, was die Stochastik ihm ermöglicht…
…und das ist letztlich: alles!
Die Spielbanken schöpfen ihre Möglichkeiten aus, ausgleichende Kriterien wieder herzustellen, sofern solche faktisch den jeweiligen Kesselergebnissen nicht zu entnehmen sind.
Genaugenommen ist dies aber kein Ausgleich.
Es ist Manipulation.
Anweisungen der technischen Leiter an die Croupiers, das Wurfverhalten zu ändern, die Rotorgeschwindigkeit in hohem Maß zu variieren oder der Kugel mit den Fingern Rechts- oder Linksdrall in der Laufrinne (= “…Snipping…”) zu geben – dies und mehr ist die casinoseitige Praxis, wenn ein Spieler ununterbrochen gewinnt.
Der Rotorenaustausch ist eine weitere Maßnahme; ist auf Grund der feinstmechanischen Anpassung der Maschine ein solcher (in den meisten Fällen) nicht möglich, wird der gesamte Kessel vom Tisch gekoppelt und er wird im Keller in den vorübergehenden Ruhestand gesetzt – der Ersatz-kessel muss herhalten.
Beliebt -wo technisch die Möglichkeit besteht- ist die Verdrehung des Zahlenkranzes.
Für die Justierung der Tische mittels Wasserwaage wird ebenfalls zwischen den Öffnungszeiten zweier Tage die den technisch Kompetenten für angemessen erscheinende “…Korrektur…” angesetzt.
Gewinnt die Masse der Spielerschaft an einem Öffnungstag des Casinos überdurchschnittlich viel, wechselt man die Kugeln, die durch Verschiedenartigkeit des Materials, wechselnden Umfang und auf Grund deren Gewichts die Kriterien der Kesselpermanenzen definitiv beeinflussen.
Es handelt sich bei all diesen Manipulationen des Betreibers um nichts anderes, als um die Bewerkstelligung des synthetischen Zufalls.

Der künstliche Zufall

Strebt man im ballistischen Bereich einen Erkenntnisgewinn an, hat man in seine Analyse diese Faktoren einzubeziehen – sie sind die von den Betreibern eingestreuten “…variablen…” Faktoren der Zufallsgenerik; fliessen sie nicht in eine Analyse ein, ist diese wertlos.
Der Umstand, dass Spielbanken sich dieses Instrumentariums der künstlichen Herstellung eines ausgleichenden Zahlenverlaufs bedienen, der als ein solcher den Spielern offensichtlich gemacht werden soll, widerspricht den Klagen vieler Spieler, irgendetwas sei zu ihren Ungunsten manipuliert worden, weswegen sie verlieren.
Die oben aufgeführten Eingriffe der hauseigenen Techniker eines Casinos in die Zufallsentstehung sprechen eher zu Gunsten der Spieler, als gegen sie.
Die meisten im Rahmen des Zufallsprozesses entstehenden Auffälligkeiten gehen meistenteils zu Lasten der Spielbetreiber, was deren fachkompetente Erfüllungsgehilfen versuchen zu begrenzen.
Das Gespräch mit der technischen Leitung einer Spielbankgesellschaft setzte uns davon in Kenntnis, dass es für Spieler nicht sinnvoll sein kann, auf einen Extremlauf des Vortags hin dessen Spiel am Folgetag auszurichten. Bei einer hervorstechenden Auffälligkeit sei es für jede aufmerksame Leitung des jeweils betroffenen Hauses angesagt, sich des oben beschriebenen Instrumentariums zu bedienen und “…den Zufall wieder herzustellen…”
Natürlich ist es nicht der Zufall, der hier repariert wird …allenfalls ist es eine “…Krücke…”, mit der man nach außen hin etwas so in Gang bringt, dass es wieder funktioniert, wie man es erwartet.
Korrekturen dieser Art kann man mit einem Kartenspiel vergleichen, bei dessen Ziehung tagelang “…Karo…” öfter fällt als die übrigen Alternativen. Nun “…steuert man nach…”, indem man “…Karo As…” entfernt (oder besser eine der niedrigen Spielkarten – es soll ja keiner merken). Die Folge ist absehbar. Man kommt nach einiger Zeit um eine erneute Korrektur nicht herum, wenn man eine ausgleichende Verteilung der Karten wieder herstellen will.
Fazit: Wer einmal korrigiert, hört nicht mehr damit auf.
Von einem wirklichen Zufall kann also nur hinsichtlich der Unabhängigkeit eines Coups von einem anderen die Rede sein.
Monats oder Jahrespermanenzen eines Tischs sind wertlos.
Und die Kesselspieler, deren Entscheidungsfindungen sich auf Kessel- und Kugeleigenschaften spezialisiert haben, sind die Leidtragenden. Entweder müssen sie ihre Daten wegen der sich ständig ändernden Parameter der Indikatoren immer wieder aktualisieren oder sie treffen nicht mehr.