Basics
Wer sich fachlich spezialisiert, bedient sich einer fachlich ausgerichteten Sprache.
Deren Vokabular ist im gewöhnlichen Leben weniger bekannt oder wird anders verwendet, als es in dem entsprechenden Fachbereich eingesetzt wird.
Als Ressortbetreuer für den Wikipediabereich Roulette machte ich die Erfahrung, dass ein Großteil der von selbsternannten “…Profis…” alltäglich kursierenden Begriffe schlichtweg in Unwissenheit derer Bedeutung oder in falschem Kontext eingesetzt wird.
Auch in der Folgezeit der letzten Jahre als Redakteur der Roulette Plattform paroli.de, musste ich immer wieder feststellen, dass Diskussionen der Roulettespieler scheiterten, weil die Beteiligten aneinander vorbei redeten; aus dem fachlichen Vokabular setzten sie permanent eine Reihe an Worten in ihrer Argumentation ein, deren inhaltliche Bedeutung im Roulette anders war, als das, was sie ausdrücken wollten.
Missverständnisse sind dann vorprogrammiert.
Es macht wenig Sinn, unter Roulettisten etwas erklären zu wollen, wenn jeder, der von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgeht (bei der Mannigfaltigkeit der Spielansätze und Dogmen, die in der Szene die Runde machen), nun auch noch missverständliches Vokabular einsetzt.
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Kommunikation setzt voraus, dass man eine Sprache spricht, und zwar die, die jeder versteht.
Insbesondere bei fachlich relevanten Themen sollte man voraussetzen, dass der “…Fachmann…” weiss, wovon er spricht. So ist es heute in Mode gekommen, mit möglichst vielen Fremdworten “…um sich zu schmeißen…”, um aller Welt zu präsentieren, wie versiert man auf seinem Gebiet ist.
Peinlich, wenn dann die Fachworte falsch eingesetzt werden oder wenn man deren wirkliche Bedeutung gar nicht kennt
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Die sich anfänglich als revolutionierend erwiesene Plattform Wikipedia, zu deren Start ich in Deutschland zum Jahrtausendwechsel hingearbeitet habe, empfinde ich inzwischen als Gefahr; dem schnellen Aufbau einer digitalen Enzyklopädie folgte durch die Autorengelüste der Masse die Unsicherheit, in welcher der Versionen einer Artikelseite sich nun die kompetenten Informationen befinden – wenn “…jeder Hinz und Kunz…” daran herumbasteln darf. Auch die auf “…Roulette…” bezogenen Begriffe haben darunter gelitten oder sie sind dem öffentlichen Vandalismus zum Opfer gefallen, dem das Internetlexikon kraft der Anonymität seiner Schreiber seit Jahren ausgesetzt ist.
Um dieser entstandenen Lücke vermeintlich Abhilfe zu schaffen, schwirren eine Reihe banaler Roulette-”Lexikas” im Internet herum.
Indem sich viele Internetnutzer auf derartig halbgare Informationsquellen berufen, empfinde ich es seit meiner Zeit als Administrator des deutschen Roulette-Forum als Missstand, dass in seinen Foren und Blogs jeder Systemverkäufer oder irgenein “…Fuzzi…”, der mal ein paar Jetons auf das Tableau gesetzt hat und in der Lage ist, halbwegs eine PC-Tastatur bedienen zu können, sich bemüßigt fühlt, den Spielern nun erklären zu müssen, was ein “…Plein…” ist, wie die Farbe “…Noir…” aussieht und was man einen “…Louis…” nennt.
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So erschien es mir nach meiner langjährigen Tätigkeit sinnvoll, die vielen bestehenden Pseudo-Lexikas im Internet mit dieser Aufstellung von Fachausdrücken zu komplettisieren, die inhaltlich umstritten, in Diskussionen heiß umkämpft und in der Anwendung meist falsch eingesetzt werden. Die Definitionen sollen dem fundierten Dialog auf wissenschaftlicher Basis dienen und eine Basis für einheitliche Diskussionsgrundlagen schaffen.
Standardbezeichnungen des Tableaus und Jetonfarben wird man hier vergeblich suchen.
An dieser Stelle des Webs baut sich ein Lexikon für Fortgeschrittene auf, das in seiner Konstellation oben genannte Banalitäten nicht enthält; Die Auflistung ausgesuchter Fachbegriffe mit Roulettebezug ist kein fertiges Produkt, sondern ein erster Schritt – ein ganz in den Anfängen stehendes Projekt, dass sich den jeweils aktuellen Themen auf großen Kommunikationsflächen widmet, und strittiges Vokabular in straffer Form konkrtisiert. In Einzelfällen wird auch weiterverwiesen auf Quellen, die in unserem Archiv vorliegen oder die uns benannt werden. Mit der Erweiterung werden Insider der Szene bald ein kleines Kabinett vorliegen haben, dem sie kniffelige Definitionen entnehmen und diese zukünftig in ihre Argumentationen mit einfliessen lassen können.
Neueinsteiger in die Materie werden an die großen Foren verwiesen, in denen die Grundbegriffe des Roulette ausreichend erklärt werden, wie in diesem zu empfehlenden Anfängerthema, oder an die Spielbanken, in denen kompetente Einführungen an den Spieltischen nicht nur kostenlos sind, sondern durch Casinoaktionen und -offerten gefördert werden.
Alles andere ist zweite Wahl und kostet nur das Geld der Spieler.
Verlagsarchiv Berlin
NACHTFALKEüberBERLIN
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