Spielbank Reportage
An Roulettetischen, an Spielautomaten und beim Pokern laufen Billionen Euro in Form von Plastikgeld über den Filz der Tische: die sogenannten Tischauflagen. Der große Kassierer ist nicht die jeweilige Spielbank sondern der Staat. Zocker und Croupiers lässt man nur im Focus der Finanzbehörden gewähren – der kassierende “…Große Bruder…” ist überall dabei. Denn die Finanzminister wissen: Die Deutschen halten gern Jetons und Wettscheine in ihren Händen, sie sind kurz davor, den Engländern den europäischen Weltranglistendauerspitzenplatz zu nehmen. Gezockt wird im worldwideweb, in den lokalen Wettannahmestellen, in Lottofilialen, an Kneipenautomaten, in Spielhallen, auf der Rennbahn
…oder auf die althergebrachte Art in den Spielbanken dieser Republik.
Man schätzt die Verluste der Deutschen auf über 25 Milliarden Euro im Jahr – und das allein im staatlich lizensierten Glücksspiel jeglicher Art.
Ein Drittel dieser gewaltigen Summe läuft über die Tische der Spielbanken und durch die unzähligen Automaten.
Mit Erreichen des achzehnten Lebensjahrs stehen die Spielsäle offen für jedermann. Da heißt es in den Casinos: Bluffen, Zocken, Gewinnen …doch die große Masse verliert; und nicht zu wenig. Das deutsche “…Steuersäckel…” füllt sich hierdurch dick und prall, denn rund 4 Fünftel der Spieleinnahmen kassieren die Länder ein, deren Beamtenschar die Korrektheit der Spieldurchführung überwacht.

Die Autorin dieser Sendung bekam die Gelegenheit zu dem, wovon andere Journalisten und Fotografen nur träumen können; sie erhielt in der Spielbank Kiel die Drehgenehmigung und tauchte ein in den Alltag der Finanzbeamten, verfolgte Berufsspieler und Gelegenheitszocker und schaute hinter die ansonsten verschlossenen Türen der technischen Leitung, wo das allerheiligste der Casinos behütet und kontrolliert wird: die Buchhaltung, die Überwachung der Roulettekessel, des Personals … …und der Spielerschaft.
Die Reportage läuft am 17. September um 22.35h auf Spiegel TV digital
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