Roulette Portal — Historik des Spiels: Roulettekönig Benno Winkel

Der Millionengewinner

Es ist eine traurige Tatsache, dass in der Reihe der Berufsspieler, die das Roulette nachweislich hervorgebracht hat, kaum einer von ihnen vor dem Neid und der Missgunst der Gesellschaft verschont bleibt. Den meisten wird von Mathematikern und Physikern, die Möglichkeit zu gewinnen, glattweg abgesprochen; sie werden sowohl von den Betreibern des Spiels als auch von der spielenden Masse, von der Wissenschaft und von den Medien, von der Legislative, der Judikative und der Exekutive der Rechtsstaatlichkeit, sowohl von Gegnern der Szene, als auch von in ihr Involvierten, geächtet.

Paradoxerweise wirft man ihnen vor, dass sie die Gewinnträchtigkeit ihrer Satztechniken nicht “…nachweisen…” Dies ist eine nicht nachvollziehbare Logik, denn wer hinsichtlich langjähriger Erfahrungen die Fähigkeit des Dauergewinns im Roulette hart erarbeitet hat, ist nicht so dumm, dieses Wissen “…mir nichts, Dir nichts…” der Öffentlichkeit preiszugeben. Wenn Spieler ihr Leben mit Roulette finanziert haben und dieser Umstand als Nachweis ersehen werden kann, ist es müßig, ihnen die Fähigkeit eines solchen Nachweises abzusprechen, als dass diese auserwählte Gruppe nicht den Willen hierzu hat.

Nicht anders, als seinen Leidgenossen, erging es dem legendären Benno Winkel, der Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu den Roulettegrößen zählte, dessentwegen Casinos während seiner Anwesenheit vor Ort sogar die Häuser verschlossen. Auch Winkel hatte im Lauf der Jahre seines Ruhms schliesslich mehr Neider und “…Kletten…”, die an sein Vermögen gelangen oder die sich seiner Spielschematik bedienen wollten, als dass er das Leben eines “…normalen…” Berufstätigen hätte führen können. Auch Winkel bezahlte den Preis, den die Größen seiner Branche im Scheinwerferlicht der Publizistik ereilte.

Die Missgunst seiner Mitmenschen stellte ihn sogar noch an den Pranger, als die Gewinne allgemein bekannt waren und als sein Ruhm als Roulettekönig begann, sich in ganz Europa wie ein Lauffeuer zu verbreiten. 1954 wegen Betrugs vor Gericht zitiert, versuchten Erfolglose, die mit den ihnen verkauften Eckdaten des Wissens von Benno Winkel nichts anzufangen wussten, durch Mathematiker und Gerichtsgutachter hinter dessen letzte Geheimnisse zu kommen. Sie versuchten unter dem strafrechtlichen Druck eines drohenden Gefängnisaufenthalts, der auf Grund der Präzidenz der Rechtslage und im Zusammenhang mit dem Bekanntheitsgrad des Betroffenen recht ausgedehnt ausgefallen wäre, die Bekanntgabe des Geheimnisses des Dauergewinns aus Benno Winkel herauszupressen. Indes gelang ihnen dies nicht, weil Winkel an Stelle der Preisgabe seiner Einsatzschematik die Erfolgsträchtigkeit seiner Spielweise an Hand von Zahlenmaterial erbringen konnte, die er dem Gericht als Beweismittel vorlegte. Da unter den Zeugen, die dies bestätigen konnten, sich die Prominenz ihrer Zeit befand und sogar honorige Amtskollegen der Richter hierunter waren, wurde Benno Winkel freigesprochen mit der richterlichen Begründung, er habe das Wissenschaftliche seines Vorgehens und die wahrscheinlichkeitsmathematische Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen können. Seinem Siegeszug, im Ruf des erfolgreichsten Roulettespiels der Nachkriegsjahre zu stehen, stand nichts mehr im Wege. Hierüber berichtete das führende Politmagazin Der Spiegel, das im Jahr 1954 Winkels Spielerkarriere zur Titelstory machte.

Winkel hat, wie alle großen Roulettisten, nicht als Einzelspieler seinen Ruhm erlangt.

Seinerzeit gab es eine Reihe professionell agierender Spielergruppen, die den Spielbanken in erheblichem Umfang zusetzten und sie reihenweise in den Ruin spielten. Zu ihnen zählen unter anderem die Brunnen-Gruppe, das Syndikat Montgomery, das Jagger Konsortium, die mathematische Fakultät Earle, die österreichische Puchgruppe, die Strategienschmiede Walters/Hamilton, die südfranzösische Liga, die Grabber Barns & Blike, die russische Formation von Zoppot, die Elitespielerschaft Leigh, die italienischen Kesselspezialisten um Dr. Jarecki, der Morton-Block …und -last not least- das Team des Benno Winkel.

Sie alle eint die Tatsache, dass die wirklich großen, dauerhaften Gewinne nur im Teamspiel erreichbar sind. Spielteams bedürfen um ihrer Existenz willen einer Gruppe von Spielern, die außer ihren fachlichen Qualifikationen auch charakterliche Eigenschaften besitzen, von welchen der Zusammenhalt und das Erreichen des Ziels der Gruppe abhängig ist. Sein Millionenvermögen erreichte Benno Winkel -wie auch die anderen seiner Klasse-  erst mit Zusammenstellung eines Teams, dass in den großen Casinos ihrer Zeit auf “…Beutezug…” ging. Über die genannten, bekannten Spielerformationen hinaus gab es eine Reihe (teilweise erfogreicher) Nachahmer, die der Öffentlichkeit nie bekannt wurden. Der für die Casinos mit der Zeit gefährlich gewordene Druck, der von diesen Formationen mit ihren gezielten Angriffen auf die Roulettetische ausging, führte schliesslich zu einigen Regeländerungen zum Schutz der Spielbanken.

Roulette Portal — neue Kesselballistik: Kesselmanipulation

alles getürkt

Dem Zufall wird ständig nachgeholfen

eigener Nachrichtendienst 7. Sept. 2009 / interv. Berlin | Technische Leiter der Spielbanken helfen dem Zufall auf die Sprünge. Schliessen sich die Spielsäle für die Öffentlichkeit beginnt in den Chefetagen das große Suchen. Die lasergescannten Vorgänge im Kessel werden übertragen in Datenbanken. Ihre Aufschlüsselung gibt Hinweise, inwieweit Kesselläufe die Grenzwerte der Wahrscheinlichkeit überschreiten und wie regelmäßig sie das tun. Und schon beginnen die Handwerker des Zufalls mit ihrer Arbeit. Gar mancher Gast würde sich wundern, wenn er während der Schliessungszeiten seines Casinos hinter die Kulissen schauen würde, was da alles nachgebessert, austariert,  ausgewechselt und herumgeschraubt wird. Wer kennt sie nicht, die Kessel, die eine halbe Nacht nur “…Große Serien…” und “…Orphelins…” produzieren?
Oder Kessel, in denen wurfcroupierunabhängig über Stunden nur zwei Sektoren weit grenzwertüberschreitend getroffen werden?
Derartige Auffälligkeiten sprengen zwar den Rahmen der mathematischen Grenzwerte, aber auch sie erschafft der Zufall mühelos, indem er letztlich all das zulässt, was die Stochastik ihm ermöglicht…
…und das ist letztlich: alles!
Die Spielbanken schöpfen ihre Möglichkeiten aus, ausgleichende Kriterien wieder herzustellen, sofern solche faktisch den jeweiligen Kesselergebnissen nicht zu entnehmen sind.
Genaugenommen ist dies aber kein Ausgleich.
Es ist Manipulation.
Anweisungen der technischen Leiter an die Croupiers, das Wurfverhalten zu ändern, die Rotorgeschwindigkeit in hohem Maß zu variieren oder der Kugel mit den Fingern Rechts- oder Linksdrall in der Laufrinne (= “…Snipping…”) zu geben – dies und mehr ist die casinoseitige Praxis, wenn ein Spieler ununterbrochen gewinnt.
Der Rotorenaustausch ist eine weitere Maßnahme; ist auf Grund der feinstmechanischen Anpassung der Maschine ein solcher (in den meisten Fällen) nicht möglich, wird der gesamte Kessel vom Tisch gekoppelt und er wird im Keller in den vorübergehenden Ruhestand gesetzt – der Ersatz-kessel muss herhalten.
Beliebt -wo technisch die Möglichkeit besteht- ist die Verdrehung des Zahlenkranzes.
Für die Justierung der Tische mittels Wasserwaage wird ebenfalls zwischen den Öffnungszeiten zweier Tage die den technisch Kompetenten für angemessen erscheinende “…Korrektur…” angesetzt.
Gewinnt die Masse der Spielerschaft an einem Öffnungstag des Casinos überdurchschnittlich viel, wechselt man die Kugeln, die durch Verschiedenartigkeit des Materials, wechselnden Umfang und auf Grund deren Gewichts die Kriterien der Kesselpermanenzen definitiv beeinflussen.
Es handelt sich bei all diesen Manipulationen des Betreibers um nichts anderes, als um die Bewerkstelligung des synthetischen Zufalls.

Der künstliche Zufall

Strebt man im ballistischen Bereich einen Erkenntnisgewinn an, hat man in seine Analyse diese Faktoren einzubeziehen – sie sind die von den Betreibern eingestreuten “…variablen…” Faktoren der Zufallsgenerik; fliessen sie nicht in eine Analyse ein, ist diese wertlos.
Der Umstand, dass Spielbanken sich dieses Instrumentariums der künstlichen Herstellung eines ausgleichenden Zahlenverlaufs bedienen, der als ein solcher den Spielern offensichtlich gemacht werden soll, widerspricht den Klagen vieler Spieler, irgendetwas sei zu ihren Ungunsten manipuliert worden, weswegen sie verlieren.
Die oben aufgeführten Eingriffe der hauseigenen Techniker eines Casinos in die Zufallsentstehung sprechen eher zu Gunsten der Spieler, als gegen sie.
Die meisten im Rahmen des Zufallsprozesses entstehenden Auffälligkeiten gehen meistenteils zu Lasten der Spielbetreiber, was deren fachkompetente Erfüllungsgehilfen versuchen zu begrenzen.
Das Gespräch mit der technischen Leitung einer Spielbankgesellschaft setzte uns davon in Kenntnis, dass es für Spieler nicht sinnvoll sein kann, auf einen Extremlauf des Vortags hin dessen Spiel am Folgetag auszurichten. Bei einer hervorstechenden Auffälligkeit sei es für jede aufmerksame Leitung des jeweils betroffenen Hauses angesagt, sich des oben beschriebenen Instrumentariums zu bedienen und “…den Zufall wieder herzustellen…”
Natürlich ist es nicht der Zufall, der hier repariert wird …allenfalls ist es eine “…Krücke…”, mit der man nach außen hin etwas so in Gang bringt, dass es wieder funktioniert, wie man es erwartet.
Korrekturen dieser Art kann man mit einem Kartenspiel vergleichen, bei dessen Ziehung tagelang “…Karo…” öfter fällt als die übrigen Alternativen. Nun “…steuert man nach…”, indem man “…Karo As…” entfernt (oder besser eine der niedrigen Spielkarten – es soll ja keiner merken). Die Folge ist absehbar. Man kommt nach einiger Zeit um eine erneute Korrektur nicht herum, wenn man eine ausgleichende Verteilung der Karten wieder herstellen will.
Fazit: Wer einmal korrigiert, hört nicht mehr damit auf.
Von einem wirklichen Zufall kann also nur hinsichtlich der Unabhängigkeit eines Coups von einem anderen die Rede sein.
Monats oder Jahrespermanenzen eines Tischs sind wertlos.
Und die Kesselspieler, deren Entscheidungsfindungen sich auf Kessel- und Kugeleigenschaften spezialisiert haben, sind die Leidtragenden. Entweder müssen sie ihre Daten wegen der sich ständig ändernden Parameter der Indikatoren immer wieder aktualisieren oder sie treffen nicht mehr.

Roulette Portal — immer brandaktuell: Die spielsüchtigen Schweizer

eigener Nachrichtendienst 2. Sept. 2009 / Zürich | Der Eidgenössischen Spielbankenkommission oblag die Anfertigung einer detaillierten Fallstudie zu einer neuen Konstellation der verschärften Angebotseinschränkung öffentlich zugänglichen Glücksspiels. Während die Kantonsadministrationen andere Vorstellungen über die Kontrolle der Glücksspielofferten der Konzessionäre Swisslos und Loterie Romande haben, als wie sich das Verhältnis dieser Anbieter gegenwärtig zur bestehenden Gesetzeslage darstellt, strebt die Fachdirektorenkonferenz der Lotterie- und Wettkommission eine Eindämmung des Förderalismus in der Schweiz an.
Beschnitten werden sollen nunmehr die auf Kantonsebene befindlichen Hoheitsrechte, die den einzelnen Kantonen eine unterschiedliche Interpretation einiger Gesetzespassagen gestattet; eine Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz  hatte Anfang August bereits die Vorstellung, die einheitliche und koordinierte Anwendung des Lotterierechts, den Schutz der Bevölkerung vor sozial schädlichen Auswirkungen der Lotterien und Wetten sowie die transparente Verwendung der Lotterie- und Wetterträge auf dem Gebiet der angeschlossenen Kantone sicherzustellen. Anschlusskonferenzen hatten sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, die hieraus resultierenden unterschiedlichen Bedingungen, die für Art und Umfang einer jeweiligen Konzessionsvergabe die Rahmenbedingung darstellen, drastisch zu verändern.

Paradoxerweise hieß es noch wenige Monate zuvor,
der Bundesrat habe beschlossen, die Gesetze zu lockern. Mit einer Beschränkung auf nunmehr nur vereinzelte Konzessionen mutet diese Ankündigung unter den gegenwärtig mitgeteilten Bedingungen fast schon wie eine Verhöhnung an.
Angestrebt ist in der Schweiz, dass nicht mehr als drei Konzessionen vergeben werden sollen, wobei die Offerten der Betreiber in ihrer Gesamtheit der Regulierung der Behörden unterstehen sollen. Sowohl in der Schweiz, als auch in Deutschland sind die Gründe für diese Verschärfung die gleichen; von Suchtspielprävention und Unterbindung der dem Spiel anhaftenden Umfeldkriminlität ist die Rede.
Es stellt sich die Frage, warum man dieses Argument schon vor vielen Jahren als Grund für die staatliche Kontrolle vorschob, ohne mit den schon jetzt harten gesetzlichen Einschnitten auch nur annähernd an das gewünschte Ziel herangekommen ist. In der Schweiz verbreitet sich mehr und mehr die Meinung, dass der nicht unerhebliche Aufwand der staatlichen Aufsicht in keinem Verhältnis zum angestebten Effekt stehe. Grund hierfür sei die nicht kontrollierbare Masse der Bürger, die sich bereits von den staatlichen Offerten abgewendet und im internationalen Ausland als Kunden der im Internet befindlichen Spielbanken zokke und die Gestzgebung in beiden Staaten -sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz- unterwandere. Es sei daher nicht verständlich, sagt Rüdiger Remmli, Medienexperte in Zürich, inwieweit eine erneute Erschwernis der Zulassung die Unzulänglichkeit der Aufsicht kaschieren solle; die Unmöglichkeit, das Internet zu begrenzen, werde auch mit einer Verschärfung der Konzessionsvergaben nicht umgangen. Es fragt sich zudem, wie die Schweiz erreichen will, ihren Bürgern nicht nur den Zugang in die Online Casinos zu verbieten, sondern dies auch zu kontrollieren und einen Straftatbestand hieraus abzuleiten, der rechtlich durchsetzbar und nicht anfechtbar ist.
Die Schweizer Bürger lässt dies unbeeindruckt.
Von ausländischen Agenturen durchgeführte Befragungen bei Schweizer Urlaubern außerhalb ihrer Alpenrepublik ergaben, dass hochgerechnet über 10% der Bevölkerung das Online Angebot der Webanbieter nutzt, wohingegen nur noch 20% von ihnen “…gelegentlich…” mal eine Spielbank in der Schweiz besuchen – das entspricht weniger als drei Prozent der Gesamtbevölkerung.
Aus den Antworten vieler Befragten war auch zu entnehmen, dass sie inzwischen einen Rufverlust ihrer Person befürchten, wenn es bekannt würde, sie seien Spielbankbesucher. Die seit Jahren auf die Bevölkerung einhämmernden Tiraden der Gesetzgeber, wie schädlich, krankmachend und kriminalitätsfördernd das Glücksspiel sei, haben bereits zu einer Veränderung des Volksverhaltens geführt. Hier ist zwar das von der Öffentlichkeitsarbeit der Behörden gesetzte Ziel, erreicht worden, aber der Effekt war nicht gewollt. Indem die staatlich kontrollierten Spielbanken dem Negativsog der öffentlichen Meinung nicht ausweichen können, sind sie die Leidtragenden. Während ihnen jegliche Werbung untersagt ist und auch für sonstige Public Relation im eigenen Land kaum Ansatzstellen vorhanden sind, überflutet die OC-Branche die Internetuser mit allen Tricks, die ihnen die Online Plattformen bieten. Auf diese Weise offenbart sich das eklatante Missverhältnis zwischen dem Schweizer Gesetz und dessen Durchführung: je mehr die Regierungen und derer steuerlich bezahlte Erfüllungsgehilfen gegen das Glücksspiel vorgehen, desto mehr treiben sie die Spieler in die ausländischen OC Casinos – und so verliert der Staat Millionen um Millionen. Gibt es in der Schweiz bald nur noch “…Schweizer Schokoladenroulette..?”

Roulette Portal — Grundsatzdiskussion: Spielerdauerthema Zufall

Zufallszahlen

Diskussionsstoff in Serie

Überall gibt es in unserem Umfeld sehr einfache Modelle, die sehr gute Zufallszahlen und Zufallsreihen aufzeigen.
Umso erstaunlicher ist es, dass die Mathematik keinen elementaren Zufallsprozess aufzeigen kann, obwohl die Naturwissenschaften die elementaren Zufallsprozesse in Hülle und Fülle aufweisen.
Dies spiegelt sich in den Casinos an den Roulettetischen wider, in denen der Zufallsprozess die Grundlage für das Spiel darstellt, aber mathematisch nicht greifbar ist.
Die einschlägigen Foren zeugen davon, dass die Spieler das Phänomen “…Zufall…” bei der Wurzel packen.

Für die Diskussionen gibt es eine Sammelseite von Beiträgen, die der Diskussion dienlich sein können.
Auf der Internetseite Madeasy (eine interessante Wortkonstruktion) von R.Hoffmann und R.HoRe sammeln und sortieren die Initiatoren seit fast eineinhalb Jahrzehnten die verschiedensten Thematiken.

Roulette Portal — Basics für die Profis: Lexikon für Fortgeschrittene

Basics

Wer sich fachlich spezialisiert, bedient sich einer fachlich ausgerichteten Sprache.
Deren Vokabular ist im gewöhnlichen Leben weniger bekannt oder wird anders verwendet, als es in dem entsprechenden Fachbereich eingesetzt wird.
Als Ressortbetreuer für den Wikipediabereich Roulette machte ich die Erfahrung, dass ein Großteil der von selbsternannten “…Profis…” alltäglich kursierenden Begriffe schlichtweg in Unwissenheit derer Bedeutung oder in falschem Kontext eingesetzt wird.
Auch in der Folgezeit der letzten Jahre als Redakteur der Roulette Plattform paroli.de, musste ich immer wieder feststellen, dass Diskussionen der Roulettespieler scheiterten, weil die Beteiligten aneinander vorbei redeten; aus dem fachlichen Vokabular setzten sie permanent eine Reihe an Worten in ihrer Argumentation ein, deren inhaltliche Bedeutung im Roulette anders war, als das, was sie ausdrücken wollten.
Missverständnisse sind dann vorprogrammiert.
Es macht wenig Sinn, unter Roulettisten etwas erklären zu wollen, wenn jeder, der von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgeht (bei der Mannigfaltigkeit der Spielansätze und Dogmen, die in der Szene die Runde machen), nun auch noch missverständliches Vokabular einsetzt.
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Kommunikation setzt voraus, dass man eine Sprache spricht, und zwar die, die jeder versteht.
Insbesondere bei fachlich relevanten Themen sollte man voraussetzen, dass der “…Fachmann…” weiss, wovon er spricht. So ist es heute in Mode gekommen, mit möglichst vielen Fremdworten “…um sich zu schmeißen…”, um aller Welt zu präsentieren, wie versiert man auf seinem Gebiet ist.
Peinlich, wenn dann die Fachworte falsch eingesetzt werden oder wenn man deren wirkliche Bedeutung gar nicht kennt … …
Die sich anfänglich als revolutionierend erwiesene Plattform Wikipedia, zu deren Start ich in Deutschland zum Jahrtausendwechsel hingearbeitet habe, empfinde ich inzwischen als Gefahr; dem schnellen Aufbau einer digitalen Enzyklopädie folgte durch die Autorengelüste der Masse die Unsicherheit, in welcher der Versionen einer Artikelseite sich nun die kompetenten Informationen befinden – wenn “…jeder Hinz und Kunz…” daran herumbasteln darf. Auch die auf “…Roulette…” bezogenen Begriffe haben darunter gelitten oder sie sind dem öffentlichen Vandalismus zum Opfer gefallen, dem das Internetlexikon kraft der Anonymität seiner Schreiber seit Jahren ausgesetzt ist.
Um dieser entstandenen Lücke vermeintlich Abhilfe zu schaffen, schwirren eine Reihe banaler Roulette-”Lexikas” im Internet herum.
Indem sich viele Internetnutzer auf derartig halbgare Informationsquellen berufen, empfinde ich es seit meiner Zeit als Administrator des deutschen Roulette-Forum als Missstand, dass in seinen Foren und Blogs jeder Systemverkäufer oder irgenein “…Fuzzi…”, der mal ein paar Jetons auf das Tableau gesetzt hat und in der Lage ist, halbwegs eine PC-Tastatur bedienen zu können, sich bemüßigt fühlt, den Spielern nun erklären zu müssen, was ein “…Plein…” ist, wie die Farbe “…Noir…” aussieht und was man einen “…Louis…” nennt.

So erschien es mir nach meiner langjährigen Tätigkeit sinnvoll, die vielen bestehenden Pseudo-Lexikas im Internet mit dieser Aufstellung von Fachausdrücken zu komplettisieren, die inhaltlich umstritten, in Diskussionen heiß umkämpft und in der Anwendung meist falsch eingesetzt werden. Die Definitionen sollen dem fundierten Dialog auf wissenschaftlicher Basis dienen und eine Basis für einheitliche Diskussionsgrundlagen schaffen.
Standardbezeichnungen des Tableaus und Jetonfarben wird man hier vergeblich suchen.
An dieser Stelle des Webs baut sich ein Lexikon für Fortgeschrittene auf, das in seiner Konstellation oben genannte Banalitäten nicht enthält; Die Auflistung ausgesuchter Fachbegriffe mit Roulettebezug ist kein fertiges Produkt, sondern ein erster Schritt – ein ganz in den Anfängen stehendes Projekt, dass sich den jeweils aktuellen Themen auf großen Kommunikationsflächen widmet, und strittiges Vokabular in straffer Form konkrtisiert. In Einzelfällen wird auch weiterverwiesen auf Quellen, die in unserem Archiv vorliegen oder die uns benannt werden. Mit der Erweiterung werden Insider der Szene bald ein kleines Kabinett vorliegen haben, dem sie kniffelige Definitionen entnehmen und diese zukünftig in ihre Argumentationen mit einfliessen lassen können.

Neueinsteiger in die Materie werden an die großen Foren verwiesen, in denen die Grundbegriffe des Roulette ausreichend erklärt werden, wie in diesem zu empfehlenden Anfängerthema, oder an die Spielbanken, in denen kompetente Einführungen an den Spieltischen nicht nur kostenlos sind, sondern durch Casinoaktionen und -offerten gefördert werden.

Alles andere ist zweite Wahl und kostet nur das Geld der Spieler.
   Verlagsarchiv Berlin
NACHTFALKEüberBERLIN
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