Neurolinguistische Programmierung

BASIC — Begriffsdefinition für Fortgeschrittene

NLP nennt man die Konfiguration des Erfassens, des Verarbeitens und des Verwendens von Daten im Zusammenhang mit dem menschlichen Verhalten in dessen Umfeld.
Es geht von den Signalen aus, die der Mensch empfängt, und von deren Wirkung, die diese Signale auf ihn ausüben – genauso von den Signalen, die der Mensch aussendet und von deren Wirkung, die er damit auf andere ausübt. Dabei sind die beiden Richtungen nicht als für sich geschlossene Vorgänge anzusehen, sondern als ein ständiger, sich kompensierender, ineinanderfliessender, ergän-zender Zustand in häufiger Veränderung.

Prof. Dr. Siegfried J. Schmidt,
Direktor des Institut für Kommunikationswissen-schaften

Welt ist Welt,
wie wir sie sehen,
sie ist Erfahrungswirklichkeit

Neurolinguistisches Programmieren baut auf dem Erkennen von Mustern auf und bringt den Prozess einer Programmierung in Gang, die in der Interaktion zwischen Gehirn, Sprache und Körper besteht. Hierbei ist zu beachten, dass alle Sinne des Menschen einbezogen sind.
Im Wachzustand läuft die Interaktion ständig ab – bei den meisten Menschen unbewusst.
Durch die sich mit Fortschreitung des Alters speichernden, unzähligen Daten und durch die aus diesen Daten resultierenden Erkenntnisse ist der Großteil der bei diesem Prozess ausgelösten Abläufe “automatisiert”.

NLP fügt sich nahtlos in die Logik ein -wobei es perspektivisch immer nur die Logik des an der Interaktion beteiligten Individuums ist- und zugleich ist es Basisbestandteil der Gefühlswelt; insbesondere baut die neuere Verhaltensforschung auf die im NLP enthaltenen Grundsätzlichkeiten auf.

Diese Tatsache betrifft natürlich auch die Roulettespieler, die Croupiers und alle am Prozess Beteiligten, die ausnahmslos den Gesetzmäßigkeiten dieser Interaktion unterliegen.

Neurolinguistisches Programmieren
wird definiert als die Struktur
der subjektiven Erfahrung.

Der Erfolg oder der Misserfolg im Roulette basiert im Wesentlichen auf der Entscheidungsfindung, die der Spieler während des Spielverlaufs trifft, vielmehr auf der Umsetzung des Gefundenen im laufenden Spiel.
Ob der Agierende tatsächlich setzt -oder nicht- ist insofern kein spielabhängiger, sondern ausschliesslich ein spielerbezogener, subjektiver Prozess.
Wenn Kommunikation mit dem Umfeld des Spielers einer der Indikatoren für die Enscheidungsfindung als Basis der Setzweise ist, dann lohnen sich Überlegungen, dass jeder Spieler seine Kommunikationsfähigkeiten schult und optimiert; das heisst: sein passives Verhalten (=Empfängerfunktion) und sein aktives Verhalten (=Senderfunktion) sollten optimiert sein, die Codes derer “richtig” lesen (=entschlüsseln) zu können, die ihrerseits am Prozess beteiligt sind.

Nur auf diese Weise, das Wesentliche vom Unwesentlichen für das eigene Spiel zu trennen und die für das Spiel wichtigen Indikationsfaktoren herauszufiltern, können den Spieler in die Lage versetzen, Indikatoren überhaupt zu erkennen und in die Entscheidungsfindung für den Satz seines Spiels einzubauen.

Die wohl bekanntesten Beispiele hierfür sind die “Methode Ulrich” und die Setzweise “Slize”.
An ihnen wird auch ersichtlich, dass es gleichgültig sein kann, in welches Zahlenfach die Kugel fällt.
Priorität hat bei der Methode Ulrich die Entscheidung des Bezugsspielers, ob dieser setzt oder nicht, und die Entscheidungsfindung des Spielers, der die Methode Ulrich ausübt, ob er auf die Entscheidungsfindung reagiert.
Die Entscheidung, auf den Bezugsspieler zu reagieren, ist ausschliesslich eine Frage der Indikatoren.
Der “…Lauf der Kugel…” ist hierbei irrelevant, außer, er wird eigenständig als Indikator in Bezug zur Reaktion der Bezugsperson gesetzt. Dies entspricht jedoch bereits nicht mehr der klassischen Methode Ulrich, die auschliesslich auf dem Bezugsspieler als Indikatorenträger aufbaut, dessen eigene Indikatoren jedoch außer Acht lässt.

Entscheidungen von Spielern setzen (neben der situationsbezogenen Selbsteinschätzung) entsprechende Denkmuster voraus. Der Kern der Einschätzungsfähigkeit betrifft die indikative Bedeutung der am Zufallsprozess Beteiligten; hier ist auch die Interaktion Dritter untereinander in Entscheidungen mit einzubeziehen. Ein Spieler, der sich in neurolinguistischer Programmierung geschult hat, besitzt im Spielsaal den Vorteil der (aus der ihm eigenen Logik heraus) sich vor Ort entwickelnden Situationseinschätzung; es ist die von ihm erreichte persönliche Qualifikationsstufe – so wie sie es in seinem ganzen Leben überall und allgegenwärtig ist.

Albert Einstein hat sich intensiv mit der neurolinguistischen Programmierung beschäftigt; er selbst baute seinen Erfolg keinesfalls nur auf dem eigenen Wissen auf, sondern er profitierte aus der neurolinguistischen Programmierung, indem er sich als Bestandteil des kosmisch Existenziellen sah und als interaktives Teil eines sich universell kontinuierlich verändernden Zustands.
Die Zusammensetzung des Begriffs NLP entspricht den drei Säulen für Bewusstseinsentwicklung Neuro (=Gehirn), Lingua (=Sprache) und Corpus (=Körper), die Albert Einstein als basislegend für das neurolinguistische Programmieren hielt.


Erst in den 70iger Jahren erhob man an der amerkanischen Westküste in Californien die Grundzüge durch eigenständige Erforschung  in den Status einer wissenschaftlichen Ausrichtung. Das an der University of California von Richard Wayne Bandler gegründete Neuro Linguistic Programming. Für den Bereich Roulette von hervorstechender Bedeutung sind die Modellierungen nonverbaler Kommunikation.
Auch die südfranzösische Liga beschäftigte sich eingehend mit dem reziproken Verhalten des Spielers im Roulette, innerhalb dessen der Betroffene die höchste Qualifikationsstufe nur dann erreicht, wenn er sich von permanenziellen Überlegungen für seine Satzentscheidungen vollständig zu lösen in der Lage ist und aus interaktiven Prozessen neue Indikatoren schöpft. Durch Abkoppelung vom Geschehenen und Neukoppelung an andere Indikatoren als Verbundglieder werden ursprünglicher Consens und indikativer Kontext zu einem neuen Maßstab gepolt.

In diesem Zusammenhang ist der Name John Grinder vom Universitätscampus Santa Cruz zu nennen, der als Co-Autor Ende der 70iger Jahre in Richard Bandlers Abhandlung Tranceformation einem Geschehen durch Neuauslegung der Situation einen abgewandelten Sinn zuweist; 1982 verdeutlicht in dem Werk Reframing, in dem laufende Prozesse in neue Rahmenbedingungen transferiert werden und hierdurch in einer neuen, individuell anzusehenden Logik erscheinen.

Die beiden revolutionären Werke bilden den Grundstein für die sogenannte Referenztransformation, mit der sich seit geraumer Zeit auch Mathematiker eingehend beschäftigen. Die Referenztransformation hat in den vergangenen Jahren in zwei Wissenschaften Einzug gefunden. In Japan entstehen auf der informatischen Programmierung von referenztransformativen Prozessketten die Vorläufer der ersten bewusstseinsbildenden künstlichen Intelligenzen. Und in der Psychotherapie schult man neuerdings Kranke in der Umdeutung ihrer als Problem angesehenen Auslösungsfaktoren für ihr gestörtes Verhalten.
Im Roulette bediente sich die Liga in Südfrankreich allerdings schon seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts dieser Techniken, die sie sowohl in indirektem, als auch in direktem Verbund zu bespielten Kesselläufen einsetzte. Bei den Roulettespielern der “…Neuzeit…” scheinen diese Erfahrungswerte jedoch bedauerlicherweise nicht angekommen zu sein.
Nicht umsonst streicht die deutsche Trainerakademie für neurolinguistische Programmierung heraus:

  • Für wen ist NLP nichts?
    Menschen, die es vorziehen, alte und gewohnte Wege zu gehen
    -selbst wenn sie darunter leiden- werden mit NLP wenig anfangen können.

Sicherlich verhält es mit dem Großteil verlierender Roulettespieler identisch.

Mit der erlernbaren oder an neurolinguistischen Akademien studierbaren Fähigkeit, NLP Werkzeuge in seinem persönlichen Bereich einzusetzen, verfügen Menschen über ein zumeist ungleich höheres Potenzial hinsichtlich ihrer Wissens- und Handlungskompetenzen. Ausbildungen und Studien in diesem Bereich werden in Deutschland staatlich gefördert.
NLP wird heute zum Erreichen von gesellschaftlichen Führungspositionen, zum Ausüben von Lehrfunktionen und bei der Ausübung zielgerichteter Aktionen verwendet, die bestimmte Verhaltens- und Denkmuster voraussetzen.

Wer sich für ein derartiges Training interessiert, sollte sich allerdings an eines der Ausbildungsinstitute wenden, das den Richtlinien des Deutschen Verbands für neurolinguistische Programmierung (DVNLP) und der International Association for Neurolinguistic Programming (IANLP) für die Richtlinien der Abschlusszertifikate des Studiums entspricht und gem. IQ- und Akkreditierungsverordnung akkreditiert ist.
Fördermöglichkeiten gibt es als Bildungs- oder Qualifizierungsschecks und -gutscheine der Bundesländer und die Grundfinanzierung bei der Agentur für Arbeit. Einige Fonds bieten eine Restfinanzierung.
Die deutsche Hochburg der Institute ist Berlin.

zum freien eBook Download: >> Neuro Linguistic Programming and the Transformation of Meaning

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